Die beiden „Väter“ der Naturheilkunde waren Samuel Hahnemann (1755 1843) und Dr. Edward Bach (1886 1936).
Hahnemann ist der Macher der Homöopathie. Mit Selbstversuchen kam er zu dem Ähnlichkeitsprinzip. Wenn ein Mittel bei einem gesunden Menschen eine Krankheit hervorrufen kann, ist dies auch in der Lage, einen ähnlichen Krankheitszustand zu heilen.
Hahnemann machte diesen ersten Selbstversuch mit der Chinarinde, Heilmittel gegen Malaria. Er hatte diese Krankheit nicht, doch ca. 2 3 Std. nach Einnahme machten sich die Symptome die bei Malaria auftreten bemerkbar.
Es gibt über 14.000 dieser Globuli (kleine Streukügelchen) in verschiedenen Potenzen. Zum Beispiel benötigt man bei Arnica C200 meist nur 1 x 5 Streukügelchen. Arnica hilft bei Schmerzen, Entzündungen, bei stark blutenden Wunden (Beißattacke) stoppt es die Blutung in der Regel sehr schnell.
Da die Kügelchen aus Milchzucker (natürlich mit dem Hauptmittel) hergestellt werden, sollte man darauf achten, dass keine Milchzuckerallergie vorliegt.
Auch Dr. Edward Bach machte Selbstversuche. Er entdeckte, dass verschiedene Blüten und Wässer heilende Wirkung haben. Wobei Hahnemann die Krankheit selbst angeht, heilen die Bachblüten den Gemütszustand des Tieres. Daher sind die Bachblüten auch bekannt als „Blüten die durch die Seele heilen“.
Bachblüten gibt es insgesamt 39. Hier sind es 38 Blütenessenzen und die sog. Rescue Remedy (Erste-Hilfe- bzw. Notfalltropfen), diese besteht aus 5 Blüten.
Wichtig und interessant ist an der Naturheilkunde, sie schadet unseren Tieren nicht, ist billiger als andere Arzneimittel und vor allen Dingen reagieren Tiere darauf. Das Tier kann nicht im Gegensatz zum Menschen sagen, ich nehme die Mittel mal, ob sie helfen, weiß ich nicht. Beim Tier bemerkt man eine Reaktion.
Als Beispiel für Bachblüten welches ich auch oft bei Tieren verabreiche ist die Blüte Star of Bethlehem. Diese bekämpft bzw. lindert traumatische Erfahrungen des Tieres.
Um die richtigen Globuli und Bachblüten zu „finden“ benötigt der Therapeut auf jeden Fall die Mithilfe des Tierbesitzers. Jede Kleinigkeit am Tier ist Wichtig. Am wichtigsten ist jedoch, dass der Tierhalter mithilft, denn tut der Tierhalter diese Heilmittel als Hokuspokus ab hat in der Regel eine Therapie nicht den gewünschten Erfolg.