Im alten Irland wurden die Hunde zur Jagd auf die reichlich vorkommenden Wölfe, Elche, Hirsche und Wildschweine gebraucht. Mit dem zunehmenden Einsatz von Feuerwaffen und dem übermäßigen Export verschwanden die Wolfhounds fast völlig. 1652 verfaßte das Irische Parlament ein Dekret, was den Export der Hunde untersagte. Fast zu spät.
Die nächsten Aufzeichnungen datieren zwischen 1803 und 1841, nach denen es noch ganz vereinzelte Exemplare des ursprünglichen Wolfhoundtypus in abgeschiedenen Teilen des Landes gibt.
Zum Glück nahm sich Captain Graham 1822 der Rasse an und bemühte sich zusammen mit anderen Züchtern, die Rasse neu zu beleben. Nach 20 Jahren züchterischer Arbeit war er am Ziel seiner Vorstellungen, der Irish Wolfhound in Typ, Größe und Wesen war gefestigt. Der Standart wurde 1855 erstellt und ist heute noch fast unverändert gültig.
Irish Wolfhounds gelten als die größten Hunde der Welt und sind es auch ihrem Wesen nach. Man darf aber nie vergessen, daß es Windhunde sind. Ihr Erscheinungsbild, so mächtig es auch ist, soll auch Eleganz und Leichtfüßigkeit vereinen.
Wolfhounds sind riesig, Rüden sollten mindesten 79 cm in der Schulterhöhe messen, Hündinnen mindesten 71 cm. Der Körperbau ist kraftvoll und wohlproportioniert, das Gangwerk flink und anmutig. Der Kopf ist mäßig groß, mit flachem Schädel und leicht spitz zulaufender Schnauze. Die Ohren werden gefaltet getragen, die Augen sollten möglichst dunkel sein. Die Gliedmaßen sind lang, gut gewinkelt und bemuskelt. Der Rücken ist lang, mit geschwungener Lende und tiefer, breiter Brust. Das Haar ist rauh und hart, an Unterkiefer und über den Augen fast drahtig. Wolfhounds gibt es in grau, gestromt, rot, schwarz, rein weiß und rehfarben .
Vom Wesen her ist der Hunderiese friedlich und verträglich, er ist so leicht durch nichts zu erschüttern und läßt sich auch sehr gut erziehen.
Eigentlich ein zu groß geratener Schmusehund trifft die englische Bezeichnung Gentle Giants = Sanfte Riesen diese Rasse am besten.