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Apportieren
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www.dogsfamily.de
Autor(in): Claudia
vom 2. Oktober 2007
Fotos oben: © Friedrich-Volker Habenicht
Fotos unten: © Tim Becker

Heute versteht man unter Apportieren meist das Herbeibringen eines durch den Hundebesitzer geworfenen Stöckchens oder Spielzeugs durch den Hund beim Spaziergang im Wald oder auf der Wiese. Gerne werden hierfür neben Stöcken Bälle, Frisbees und andere Spielzeuge verwandt.


Der Begriff Apportieren stammt vom lateinischen Wort „apportare" (herbeibringen) und bezeichnet eigentlich das Herbeibringen von geschossenem Nieder- oder Federwild durch den Jagdhund. So ausgebildete Hunde nennt man Apporteure, ihr Verhalten wird normalerweise durch den Befehl „apport!" initiiert. Das Apportieren nutzt einen natürlichen Instinkt des Hundes, und entspricht einem für ihn völlig normalen Verhalten. Das spielerische Apportieren macht dem Hund Freude und die Bewegung tut ihm gut.

Wie bringe ich meinem Hund apportieren bei? Manche Hunde sind von sich aus sehr apportierfreudig. Sie apportieren, weil es ihnen Spaß macht, ohne dass sie es je gelernt haben. Aber auch Hunde die zunächst kein Interesse am apportieren zeigen können diesen Befehl lernen. Am besten funktioniert dies, wenn der zu apportierende Gegenstand bereits ein Lieblingsspielzeug des Hundes ist. Die Grundkommandos wie „Komm!", „Sitz!",„Platz!"und "Aus!" sollte der Hund bereits erlernen. Es gibt im Fachhandel Apportier-Hölzer und sogenannte Dummies zu kaufen. Man kann sie aber auch selber machen und beispielsweise einen alten Schuh verwenden. Wichtig ist hierbei, dass sie dem Hund keine Verletzungen zu fügen können und nicht die Zähne schädigen. Die eigentliche Apport Übung wird in Abschnitte unterteilt:

1. Das Herstellen einer Beziehung zum Gegenstand.
2. Das Aufnehmen, Halten, Tragen, Bringen und Ausgeben

Jagdhund bezeichnet Hunde, welche dem Jäger bei der Jagd unterstützen, wo sie sich vor allem beim apportieren „nach dem Schuss“ als unverzichtbare Hilfe erweisen. Während diese Bezeichnung sich früher nur auf die jagenden Hunde, wie Bracken, bezog, werden die modernen Jagdhunde in Stöberhunde, Vorstehhunde, Apportierhunde, Schweißhunde, Erdhunde und jagende Hunde unterteilt. Zum Apporteur ausgebildete Hunde werden erst nach dem Schuss losgeschickt, um totes oder verletztes Wild zurückzubringen.

Bei dieser Aufgabe dürfen sich die Hunde von nichts ablenken lassen und müssen beispielsweise einen lebenden Hasen ignorieren. Der Hund muss das Wild sanft apportieren, damit es so wenig wie möglich zerstört wird.

Um die späteren Jagdhunde auf ihre Aufgaben bei der Jagd vorzubereiten kann man bei den Ausbildungsschritte anstatt dem späteren Wild sogenannter Dummies einsetzen. Dummy stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Attrappe.

Es ist ein meist um die 50 x 10 cm grosses, festes Leinensäckchen, normalerweise 500g schwer. Es wird zu Übungszwecken als Ersatz für ein Stück Wild verwendet, weshalb es auch auf der Wasseroberfläche schwimmt. Um die unmittelbare Situation nach dem Schuss nachzustellen kann das Dummy mit einem Dummy-Launcher abgeschossen werden und fliegen so über eine grosse Distanz. Die Arbeit mit einem Dummy setzt eine gute Grundausbildung, Geduld und Zeit vorraus.

Ein Dummy-Launcher ist ein speziell ausgerüstetes Schiesswerkzeug mit welchem der Dummy abgeschossen wird, um die unmittelbare Situation nach dem Schuß nachzustellen.

Egal wie schlammig der Tümpel auch sein mag, beim Ball-Apportieren kennen die Hunde kein Halten mehr...

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